Working Capital Management in der Metallindustrie
Working Capital Management in der Metallindustrie
Vom Standard zur maßgeschneiderten Lösung
Vom Standard zur maßgeschneiderten Lösung
März 2026
März 2026
Lesezeit: 3 Minuten
Lesezeit: 3 Minuten
Working Capital Management gelingt nur dann, wenn es auf das jeweilige Geschäftsmodell zugeschnitten ist. Standardansätze versagen dort, wo Branchenspezifika klassische Steuerungslogiken außer Kraft setzen. Das folgende Projektbeispiel aus der Metallindustrie zeigt, wie das in der Praxis gelingt.
Über Benjamin
Benjamin ist bei Possehl Consulting der Experte für Financial Performance, Profit Improvement und Working Capital Management im produzierenden Mittelstand. Aus der Restrukturierungsberatung kommend kennt er die wesentlichen Working Capital Hebel und gestaltet Steuerungslogiken so, dass Liquidität gesichert, Ergebnisbeiträge transparent und finanzielle Stabilität nachhaltig gestärkt werden.
Management Summary
Management Summary
In kapitalintensiven Geschäftsmodellen mit branchenüblicher Sofortzahlung liegt der entscheidende Hebel im Bestandsmanagement, nicht im Forderungsmanagement oder der Steuerung von Verbindlichkeiten.
Eine individuelle Working Capital Definition, die auch finanzierte Bestände aus der Metallbilanz einbezieht, schafft die notwendige Transparenz über die tatsächliche Kapitalbindung.
Nachhaltiger Effekt entsteht nicht durch einmalige Maßnahmen, sondern durch ein dauerhaft verankertes Steuerungssystem.
Ausgangslage: Net Working Capital unter Druck in volatilen Märkten
Ausgangslage: Net Working Capital unter Druck in volatilen Märkten
Der Referenzkunde ist ein Unternehmen aus dem Bereich Recycling und Metallverarbeitung mit einem bereinigten Jahresumsatz von über 300 Millionen Euro. Das Geschäftsmodell ist hochgradig kapitalintensiv, denn der Wert der eingesetzten Materialien ist erheblich. Ausreichende Liquidität ist dort keine operative Selbstverständlichkeit, sondern eine strategische Voraussetzung für Handlungsfähigkeit in volatilen Märkten. Das Projekt wurde in vier Monaten mit einem Umfang von 35 Beratertagen realisiert.
Wer wenig Möglichkeit hat, Zahlungsziele mit Lieferanten zu verhandeln, muss den Fokus auf die aktive Senkung der Lagerkosten legen. Dieser Perspektivwechsel erfordert spezifisches Branchenwissen.
In der Metallindustrie sind Käufer und Lieferant häufig identisch: Händler liefern Altmetall und erwerben veredelte Metallprodukte zurück. Da Zahlungen branchenüblich sofort erfolgen, entfallen klassische Hebel im Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement. Der Projektfokus lag daher ausschließlich auf dem Bestandsmanagement. Aufgrund der ausgeprägten Preisvolatilität stand nicht der Bestandswert, sondern das Mengenvolumen im Mittelpunkt. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu konventionellen Working Capital Ansätzen.
Individuelle Working Capital Berechnung und ein integriertes Steuerungssystem
Individuelle Working Capital Berechnung und ein integriertes Steuerungssystem
Gemeinsam mit dem Kunden wurde eine auf das Geschäftsmodell zugeschnittene Definition und Berechnung des Working Capital entwickelt. Zentrales Element war die separate Metallbilanz: Sie enthält finanzierte Bestände, die in der klassischen Bilanzbetrachtung nicht als zinstragendes Betriebskapital sichtbar sind. Diese wurde explizit in das Steuerungssystem integriert. Darauf aufbauend entstand ein Management Dashboard. Es schafft vollständige Transparenz über die Kapitalbindung, stellt Mengenvolumina als primäre Steuerungsgröße in den Mittelpunkt und definiert Steuerungslogiken für unterschiedliche Marktlagen.
Wie Transparenz im Net Working Capital gezielte Kapitalfreisetzung ermöglicht
Wie Transparenz im Net Working Capital gezielte Kapitalfreisetzung ermöglicht
Das Projektergebnis war kein einmaliger Liquiditätseffekt, sondern die strukturelle Grundlage für ein dauerhaft wirksames Steuerungssystem. Durch die gewonnene Transparenz über die tatsächliche Kapitalbindung wurde eine gezielte Bestandsreduktion möglich. Die finanzielle Beweglichkeit des Unternehmens wurde nachhaltig gestärkt.
Dieses Praxisbeispiel macht deutlich, was eine individuelle Working Capital Analyse leisten kann. Net Working Capital zu optimieren erfordert kein Standardrezept, sondern eine maßgeschneiderte Steuerungslogik für jedes Geschäftsmodell.
Working Capital Management entfaltet seine volle Wirkung erst, wenn es auf das konkrete Geschäftsmodell zugeschnitten ist.
Unser Fazit für Sie
Unser Fazit für Sie
Kein Geschäftsmodell ist wie das andere. Eine wirkungsvolle Working Capital Steuerung beginnt mit der richtigen Definition. Sie endet nicht mit einem Bericht, sondern mit einem dauerhaft verankerten Steuerungssystem. Sprechen Sie uns an, wenn Sie wissen möchten, welche Hebel in Ihrem Unternehmen den größten Effekt versprechen.
Über Possehl Consulting
Possehl Consulting GmbH ist eine 2023 gegründete Managementberatung. Unser Leistungsspektrum umfasst Transformation, Operations und Profitabilität.
Als Teil der traditionsreichen L. Possehl & Co. mbH in Lübeck sind wir in einem starken industriellen Umfeld verwurzelt. Die Possehl Gruppe vereint zahlreiche mittelständisch geprägte Unternehmen und blickt auf über 175 Jahre Erfolgsgeschichte zurück.
Diese Herkunft prägt unser Selbstverständnis: Wir sprechen die Sprache des Mittelstands und kennen seine Chancen und Herausforderungen aus eigener Erfahrung. Auf dieser Basis begleiten wir Unternehmen dabei, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, Wandel erfolgreich zu gestalten und ihre Zukunft zu sichern, ganz nach der Einstellung:
Aus dem Mittelstand. Für den Mittelstand.

Working Capital Management in der Metallindustrie
Vom Standard zur maßgeschneiderten Lösung

Working Capital Management in der Metallindustrie
Vom Standard zur maßgeschneiderten Lösung

Working Capital Management in der Metallindustrie
Vom Standard zur maßgeschneiderten Lösung
Working Capital Management gelingt nur dann, wenn es auf das jeweilige Geschäftsmodell zugeschnitten ist. Standardansätze versagen dort, wo Branchenspezifika klassische Steuerungslogiken außer Kraft setzen. Das folgende Projektbeispiel aus der Metallindustrie zeigt, wie das in der Praxis gelingt.
Benjamin Naurath
Senior Consultant

März 2026
Lesezeit: 3 Minuten
Über Benjamin
Benjamin ist bei Possehl Consulting der Experte für Financial Performance, Profit Improvement und Working Capital Management im produzierenden Mittelstand. Aus der Restrukturierungsberatung kommend kennt er die wesentlichen Working Capital Hebel und gestaltet Steuerungslogiken so, dass Liquidität gesichert, Ergebnisbeiträge transparent und finanzielle Stabilität nachhaltig gestärkt werden.
Management Summary
In kapitalintensiven Geschäftsmodellen mit branchenüblicher Sofortzahlung liegt der entscheidende Hebel im Bestandsmanagement, nicht im Forderungsmanagement oder der Steuerung von Verbindlichkeiten.
Eine individuelle Working Capital Definition, die auch finanzierte Bestände aus der Metallbilanz einbezieht, schafft die notwendige Transparenz über die tatsächliche Kapitalbindung.
Nachhaltiger Effekt entsteht nicht durch einmalige Maßnahmen, sondern durch ein dauerhaft verankertes Steuerungssystem.
Ausgangslage: Net Working Capital unter Druck in volatilen Märkten
Der Referenzkunde ist ein Unternehmen aus dem Bereich Recycling und Metallverarbeitung mit einem bereinigten Jahresumsatz von über 300 Millionen Euro. Das Geschäftsmodell ist hochgradig kapitalintensiv, denn der Wert der eingesetzten Materialien ist erheblich. Ausreichende Liquidität ist dort keine operative Selbstverständlichkeit, sondern eine strategische Voraussetzung für Handlungsfähigkeit in volatilen Märkten. Das Projekt wurde in vier Monaten mit einem Umfang von 35 Beratertagen realisiert.
Wer wenig Möglichkeit hat, Zahlungsziele mit Lieferanten zu verhandeln, muss den Fokus auf die aktive Senkung der Lagerkosten legen. Dieser Perspektivwechsel erfordert spezifisches Branchenwissen.
In der Metallindustrie sind Käufer und Lieferant häufig identisch: Händler liefern Altmetall und erwerben veredelte Metallprodukte zurück. Da Zahlungen branchenüblich sofort erfolgen, entfallen klassische Hebel im Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement. Der Projektfokus lag daher ausschließlich auf dem Bestandsmanagement. Aufgrund der ausgeprägten Preisvolatilität stand nicht der Bestandswert, sondern das Mengenvolumen im Mittelpunkt. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu konventionellen Working Capital Ansätzen.
Individuelle Working Capital Berechnung und ein integriertes Steuerungssystem
Gemeinsam mit dem Kunden wurde eine auf das Geschäftsmodell zugeschnittene Definition und Berechnung des Working Capital entwickelt. Zentrales Element war die separate Metallbilanz: Sie enthält finanzierte Bestände, die in der klassischen Bilanzbetrachtung nicht als zinstragendes Betriebskapital sichtbar sind. Diese wurde explizit in das Steuerungssystem integriert. Darauf aufbauend entstand ein Management Dashboard. Es schafft vollständige Transparenz über die Kapitalbindung, stellt Mengenvolumina als primäre Steuerungsgröße in den Mittelpunkt und definiert Steuerungslogiken für unterschiedliche Marktlagen.
Wie Transparenz im Net Working Capital gezielte Kapitalfreisetzung ermöglicht
Das Projektergebnis war kein einmaliger Liquiditätseffekt, sondern die strukturelle Grundlage für ein dauerhaft wirksames Steuerungssystem. Durch die gewonnene Transparenz über die tatsächliche Kapitalbindung wurde eine gezielte Bestandsreduktion möglich. Die finanzielle Beweglichkeit des Unternehmens wurde nachhaltig gestärkt.
Dieses Praxisbeispiel macht deutlich, was eine individuelle Working Capital Analyse leisten kann. Net Working Capital zu optimieren erfordert kein Standardrezept, sondern eine maßgeschneiderte Steuerungslogik für jedes Geschäftsmodell.
Working Capital Management entfaltet seine volle Wirkung erst, wenn es auf das konkrete Geschäftsmodell zugeschnitten ist.
Unser Fazit für Sie
Kein Geschäftsmodell ist wie das andere. Eine wirkungsvolle Working Capital Steuerung beginnt mit der richtigen Definition. Sie endet nicht mit einem Bericht, sondern mit einem dauerhaft verankerten Steuerungssystem. Sprechen Sie uns an, wenn Sie wissen möchten, welche Hebel in Ihrem Unternehmen den größten Effekt versprechen.
Über Possehl Consulting
Possehl Consulting GmbH ist eine 2023 gegründete Managementberatung. Unser Leistungsspektrum umfasst Transformation, Operations und Profitabilität.
Als Teil der traditionsreichen L. Possehl & Co. mbH in Lübeck sind wir in einem starken industriellen Umfeld verwurzelt. Die Possehl Gruppe vereint zahlreiche mittelständisch geprägte Unternehmen und blickt auf über 175 Jahre Erfolgsgeschichte zurück.
Diese Herkunft prägt unser Selbstverständnis: Wir sprechen die Sprache des Mittelstands und kennen seine Chancen und Herausforderungen aus eigener Erfahrung. Auf dieser Basis begleiten wir Unternehmen dabei, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, Wandel erfolgreich zu gestalten und ihre Zukunft zu sichern, ganz nach der Einstellung:
Aus dem Mittelstand. Für den Mittelstand.